Saturday, July 23, 2005

DotNetNuke: Opensource CMS in Unternehmen professionell einsetzbar?

Macht eine Unternehmens-Website auf Basis von DotNetNuke Sinn?

Einen Internet-Auftritt einzurichten ist recht leicht. Mit einigen hundert Euro ist man oft schon dabei. Das eigentliche Problem ist dann aber immer, die Seiten im Internet später aktuell zu halten. Entweder braucht man einen HTML-erfahrenen Mitarbeiter oder man ist ewig und dreit Tage auf seine Internet-Agentur oder den externen Web-Designer angewiesen, um Änderungen oder Erweiterungen an den eigenen Webseiten vorzunehmen. Ideal wäre, wenn man die eigentlichen Inhalte der Website – also den Text – einfach verändern könnte, ohne viel Ahnung von Programmierung oder HTML haben zu müssen. Dabei dürfen natürlich nicht die Seiten "zerschossen" werden können oder die Formatierung nachher aussehen wie Kraut und Rüben.
 
Content-Management-Systeme (CMS) sorgen da für Abhilfe: Sie trennen den Inhalt (die Texte) von der Programmierung und dem Layout. So ermöglichen sie eine schnelle Erstellung und Pflege des Internet-Auftritts ohne Programmierkenntnisse. Gegenüber der statischen HTML-Entwicklung (über eine externe Internet-Agentur) bieten sie im Alltag klare Vorteile:

  • Texte, Fotos, Grafiken oder ganze Seiten kann man hinzufügen, bearbeiten oder löschen
  • Von jedem Computer mit Internet-Zugang kann man auf alle Funktionen und Inhalte des Web-Auftritts zugreifen
  • Es können verschiedene Berechtigungen (Benutzerrollen) vergeben werden. Für jede einzelne Seite und/oder für jedes Modul auf einer Seite kann man festlegen, wer als Besucher was ansehen oder als Mitarbeiter etwas hinzufügen oder ändern darf.
  • Alle Inhalte können jederzeit selbst gepflegt werden, man braucht keinen externen Dienstleister dazu.

Viele "kommerzielle" Content-Management-Systeme haben hohe Lizenzkosten und für die regelmäßige Software-Pflege muss man zusätzliche Kosten einkalkulieren. Solche unnötigen Ausgaben sind heutzutage für viele Unternehmen nicht darstellbar und mittlerweile auch nicht mehr nötig. Auf dem Markt existieren unzählige freie Systeme, so genannte Open-Source-Lösungen, die von Jedermann ohne Lizenzkosten frei eingesetzt werden dürfen. Doch wegen des großen Angebots ist auch hier  eine kritische Auswahl der einzusetzenden Software besonders wichtig, weil Unternehmer Investitionen immer langfristig sehen müssen und nicht alle paar Wochen wieder das System wechseln können.

Das freie CMS mit der zurzeit wohl besten Zukunftsperspektive im Bereich für kleine und mittlere Unternehmen und Freiberufler ist DotNetNuke.

  • DotNetNuke ist ein lizenzkostenfreies Content-Management-System für die Verwaltung und den Betrieb mehrerer Websites im Intranet, Internet und Extranet.
  • DotNetNuke ist modular aufgebaut und bietet alle Werkzeuge und Editierfunktionen für die komplette Verwaltung von Inhalten in Ihrem Web-Browser.
  • DotNetNuke kann über "Skins" absolut frei an Ihre Design-Anforderungen angepasst werden.
  • DotNetNuke läuft innerhalb der Microsoft-Windows-Welt und erfordert so geringe Einarbeitung. Durch das bekannte und standardisierte Umfeld (Microsoft Windows, Microsoft Office) bietet es eine hohe Investitionssicherheit.

Das bestechend einfache Fazit vieler Anwender …

Jeder der einen Text mit MS-Word schreiben kann,
kann mit DotNetNuke Texte im Internet veröffentlichen!

Zwar fehlen zur Zeit noch Features wie Worksflows oder Versionierung, was noch den Aufstieg in die oberste CMS-Profiliga versagt, aber DotNetNuke ist Open-Source, das bedeutet der komplette Quellcode der Software liegt vor und kann jederzeit an individuelle Anforderungen angepasst werden. Die Programmiersprache ist ASP.NET auf der modernen Microsoft .NET-Plattform. Als Datenbank kommt die MSDE kostenfrei zum Einsatz. Erst bei sehr hohen Benutzerzahlen (> 1.000 / Tag) und/oder vielen gleichzeitigen Zugriffen auf die Datenbank empfiehlt sich der MS-SQL-Server. Als technische Vorraussetzung wird das .NET Framework 1.1 benötigt, als Webserver-Betriebssystem Windows 2000/2003. Diese Webhosting-Basis stellen viele Internet-Hosting-Provider bereits für wenige Euro im Monat zur Verfügung.

DotNetNuke hat eine Vision: Software soll sich durch Offenheit, Transparenz und Verteilung von Wissen immer weiterentwickeln. Durch die schnell wachsende Community von über 170.000 Nutzern und einer großen Anzahl von Entwicklern in speziellen Foren oder Weblogs kann man jederzeit Support-Unterstützung bekommen oder auf kompetente Entwickler zurückgreifen. Ein sehr wichtiger Punkt, um als Unternehmen eine teure langfristige Abhängigkeit von einem externen Dienstleister zu vermeiden.

Aber gerade im Unternehmensbereich gibt es viele individuelle und spezielle Anforderungen an den Web-Auftritt und dessen Anbindung an vorhandene betriebliche Prozesse. Standardmodule helfen dann häufig nicht weiter. Durch die offene und gut dokumentierte Struktur von DotNetNuke lassen sich individuelle Programm-Module schnell entwickeln und in Betrieb nehmen. Das erlaubt, kostengünstig auf der leistungsfähigen und bewährten Infrastruktur von DotNetNuke aufzusetzen und sich allein auf eine individuelle Lösung im Internet zu konzentrieren. Was macht es auch für einen Sinn, das Rad  mehrfach zu erfinden oder gar an einer Funktionalität zu entwickeln, die bereits woanders wunderbar funktioniert und dabei sogar kostenfrei angeboten wird …?

Mein Fazit zu DotNetNuke

Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund der vielen Vorteile ein Content-Management-System einsetzen wollen, verfügen oft nur über ein begrenztes Budget. Teure "kommerzielle" Content-Management-Systemen haben hohe Lizenzkosten und vielleicht einige wenige "Vorteile", die überhaupt nicht benötigt werden. Die "klassische" Web-Entwicklung auf statischer HTML-Basis ist unflexibel, oft teuer und sehr oft gerät man in Abhängigkeit von einem Web-Dienstleister. Bleibt der goldene Mittwelweg:

Durch den Einsatz moderner Open-Source-Lösungen wie DotNetNuke spart man teure Software-Lizenzen und teure jährliche Updates. Das spart richtig Geld! Jetzt kann man sich mit dem Budget ganz auf die Umsetzung der optimalen und individuellen Lösung im Internet konzentrieren. Durch die clevere Investition in "wertschöpfende" Dienstleistungen und Entwicklungspartner - und nicht in Lizenzen - stellt man sicher, dass knappe Budgets nicht verschwendet werden und der maximale Nutzen im Internet für das Unternehmen und seine Kunden erreicht wird.

#  
Sunday, July 24, 2005 2:18:13 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Auch ganz ohne Lizenzkosten, vollständig auf .NET basierend und für kleine und mittlere Unternehmen interessant ist auch AxCMS.net:

http://de.axcms.net

Gruß
Thomas

PS. DNN ist kein CMS im eigentlichen Sinne, sondern eine dynamische Portal-Applikation
ohne Dokumenten-Management. Mit dieser Bezeichnung tut man DNN kein Gefallen ...
Thomas
Sunday, July 24, 2005 10:42:57 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
AxCMS sieht wirklich gut aus und ist kostenlos. Leider ist es nicht Opensource und somit gibt es keinen Sourcecode um indiviuelle Anpassungen zu machen. Prima Ansatz, aber meiner Meinung nach für kleine und mittlere Unternehmen zu teuer, die brauchen eine standardisierte Lösung, die zur Not auch mal ein Informatik-Student an einem Wochenende anpassen kann.
Sunday, July 24, 2005 11:24:25 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Ganz so einfach ist dotnetnuke nicht anzupassen. ich halte mich für einen ganz brauchbaren programmierer aber einige tage einarbeitung brauchte ich auf jeden fall. mit einem wochenende ist es nicht getan. danach geht die arbeit aber wirklich sehr schnell von der hand udn anpassungen oder erweiterungen lassen sich sehr leicht integrieren, weil ich mit dem gesamten bereich skinning, benutzerverwaltung und administration nicht mehr zu tun habe. ich passe gerade eine website für autohandel mit diversen schnittstellen an und dotnetnuke ist tatsächlich eine sehr gute basis für meine änderungen. der aufbau ist sehr durchdacht und ich werde es für weitere projekte auf jeden fall als grundlage benutzen.
Bernd
Sunday, July 24, 2005 3:02:14 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Die Diskussion ob DNN nun ein CMS ist oder nicht sieht man immer wieder, es halt kein Redaktursystem.
Für die meisten Anforderungen reicht die Funktinalität von DNN aber aus und wenn man wirklich eine Vesionierung oder Workflows haben möchte, dann muss man halt ein Modul dafür kaufen - oder aber selber entwickeln.

AxCMS.net ist auch nicht schlecht aber es hat sich in der Praxis immer wieder gezeigt, dass man ohne Source Code echt Probleme bekommen kann! Da wären schon mehrere Projekte dran gescheitert...

Also einige Tage Einarbeitung finde ich ist nun mal gar kein Aufwand! Ich denke da gibt es ganz andere Dinge! Zudem ist der Support von DNN mittlerweile verdammt gut - die Community ist sehr groß und es gibt viele hilfsbereite Leute!

Das DNN mehr als ernstzunehmen ist zeigt auch, dass Microsoft auf DNN total abfährt und zukünftig auch fördern will.

Derzeit ist ds state of the art .. habe mir auch ziemlich viele PHP Systeme angeschaut aber keines ist von der Architektur her so durchdacht wie DNN.
Daniel
Sunday, July 24, 2005 7:28:51 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
So wie ich gesehen habe, ist bei AxCMS.net das eigentliche Kundenprojekt vollkommen offen, also Open Source, nur die Business Logik nicht, denn die Firma garantiert dafür. Das ist m.E. auch genug. Ist mit Modulen bei DNN zu vergleichen.

Es stellt sich die Frage was du alles anpassen willst. Es sollten keine Veränderungen am Core-System vorgenommen werden, denn dann ist die Migration auf die nächste Version nicht mehr möglich oder mit enormen Aufwand. Daher ist es ziemlich egal ob ein System ganz Open Source ist oder nicht, wenn es darum geht das System kommerziell einzusetzen. ES ist wichtig, dass sich jemand darum kümmert, dass die Probleme behoben und das System erweitert wird. Ich habe wegen VB die DNN Entwicklung aufgegeben, ich suchte etwas mit C#.

DNN ist cool für private und kleinere Sites, für grössere profesionelle Sites würde ich dann AxCMS.net nehmen (da echt mehrsprachig und multisite). Wie du sagtest, Microsoft fährt voll auf diese beiden Systeme. Da muß etwas dahinter stecken ;-)
Thomas
Monday, July 25, 2005 1:08:59 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Na also blos wegen VB auf DNN zu verzichten halte ich für einen großen Fehler! Immerhin kann man auch sehr schöne Module in C# schreiben .. übrigens ich schreibe alle Module in C#. Das macht ja gerade so richtig schön Spaß an .NET! Mittlerweile kannst Du ja sogar php als "Programmiersprache" innerhalb des .NET Frameworks laufen lassen :)

Ich sehe es als sehr großen Vorteil von DotNetNuke, wenn der komplette Source Code für die breite Masse zugänglich ist.
Natürlich sind änderungen am Core extrem schlecht für das nächste Update aber es gibt ja auch die Möglichkeit solche Fehler dirket an das Core-Team von DotNetNuke zu melden, damit es im nächsten Release behoben ist. Dieses ist eine Stärke von Open Source Produkten.
Stell Dir vor morgen macht AxCMS daraus ein kommerzielles Produkt und dann steht man blöd da .. so hat man zumindest den Source bis zur letzten freien Version...

Na ja aber vielleicht sollte man diese Diskussion lieber bei einem Bierchen führen. Sonst sind meine Finger wund und die Nacht vorbei ;-)

Wenn Du aber unbedingt etwas in C# haben möchtest dann schau Dir doch mal das
Rainbow-Projekt an. Die Community ist nicht so groß aber es ist komplett in C# geschrieben.

Solltest Du noch andere Alternativen finden, dann lasse es mich doch wissen! Bin immer sehr interessiert den Markt zu beobachten.

Beste Grüße
Daniel
Daniel
Monday, July 25, 2005 11:08:51 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Also, gegen ein Bierchen ist nichts einzuwenden ;-)

Die Fehler im System kannst du auch so melden, das System muß nicht dafür Open Source sein. Es ist wichtig, dass die Fehler aussagekräftig sind und jemand diese behoben möchte.

Das mit komerziell kannst du am Beispiel vom Communityserver sehen. DNN gehört einer Firma (Perpetual Motion Interactive Systems Inc) und diese kann jederzeit das Lizenzmodell ändern. Irgendwann kann es schon passieren, dass die nächste Version nicht mehr kostenfrei ist oder mit Auflagen verbunden... Schau dazu einfach den Source einer DNN Site, da ist von "sales@per..." die Rede ;-)

Soviel ich weiss, wurde DNN in Rahmen eines bezahlten Projekts in USA umgeschrieben, von der Version 2.x auf Version 3.0. Das Core-System war ziemlich unbrauchbar und deshalb hat eine Firma richtig viel Geld investiert. Mehrsprachigkeit ist zum Beispiel immer noch nicht gelöst, genauso wie echte Mandantenfähigkeit und Workflows. Die warten wahrscheinlich auf den nächsten Kunden. ;-)
Thomas
Tuesday, July 26, 2005 10:31:18 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Hallo,

vielleicht sollten wir daraus einen Chat machen!

Wenn Du aber den Fehler direkt mit einer fertigen Lösung vorschlagen kannst, ist das Beheben von Fehlern für alle einfacher und genau das passiert sehr oft bei DNN.

Nun genau wegen der kommerziellen Gefahr ist ein Open Source Projekt wesentlich sicherer. Natürlich kann Shaun Walker morgen aus DNN eine kommerzielle Version machen (oder das Ding wird von Mircosoft gekauft) aber das war auch zugleich das Ende von DNN.
Der bis zur Umstellung der Lizenz vorhandene Source darf weiterhin als Open Source genutzt werden und somit würden sich direkt ein neues Core-Team bilden, die diesen Code weiterentwickelt. Dafür ist die Gemeinschaft zu stark. .. Shaun Walker würde mit DNN ein Geld verdienen.

Also das der Core von DNN 2.x nicht brauchbar war halte ich für ein Gerücht! Und wenn eine Firma es nicht schafft innerhalb von ein paar Monaten die Mehrsprachigkeit einzubauen, sollten die lieber eine Reinigungsfirma aufmachen.
Es gab schon ein Projekt, dass ein Mehrsprachigkeit auf Basis von DNN 2.x umgesetzt hat. Das fand wohl Shaun nicht so lustig (aber das ist eine andere Geschichte!).

Daniel
Tuesday, July 26, 2005 9:49:40 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Doch doch, die Version 2.x war nicht brauchbar. Es wurde deshalb kräftig umgebaut. Es ist doch iBuySpy dahinter gewesen und diese Anwendung ist doch alles andere als "gut" designed. Alles was Vertigo gebaut hat war doch nur ein Schnellschuß...

Ein ganz grosser Teil von DNN wurde mit einer Finanzspritze umgebaut und nicht von der OSS Gemeinde. Ich sehe aber auch, du bist nicht sehr tief drin in der DNN Geschichte und du möchtest es nicht glauben. Du bist wirklich mit Herz dabei und möchtest es so positiv wie möglich darstellen. Is auch gut! ;-)

Solange DNN noch beherrschbar ist, wird es sicher weiterentwickelt. Wie lange dies noch dauert ist fraglich. Noch ist die Anwendung sehr einfach ...
Thomas
Wednesday, July 27, 2005 2:24:30 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Ich wette Du traust Dich nicht auf unserem nächsten DNN'ler Treffen aufzutauchen. Da sind dann nämliche jede Menge Jungs, die schon mehr als einmal mit DNN ein Portal aufgebaut haben.

Du glaubst gar nicht was alles schon mit DNN realisiert wurde.

Aber ich will Dich hier nicht bekehren, glaub was Du glauben willst ;-)

Eines würde mich nur interessieren, worauf stützt Du Deine Behauptungen? Wie viel Erfahrung hast Du denn nun schon wirklich mit DNN gesammelt?

Mail mich doch mal an ... sonst wird das hier ein Glaubenskrieg im Blog, wo es eigentlich um Marketing geht :)
Daniel
Wednesday, July 27, 2005 8:42:05 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Thomas,

es kann ja irgendwann tatsächlich einmal sein, dass DotNetNuke nicht mehr frei als Open-Source-Software zur Verfügung steht ... aber genau dann wäre es doch es in den von Dir genannten Fällen EIN ENTSCHEIDENDER VORTEIL, von der letzten Version den Sourcecode zu haben und eigenständig weiterentwickeln zu können.

Das ist in meinen Augen doch genau das Hauptargument FÜR Open-Source-Software wie DotNetNuke ... also vielen Dank für Deine Schützenhilfe. Wer weiss was Shaun Walker mit DNN macht, wer weiss, was Axinom mit AxCMS macht ... aber mir ist es vollkommen egal, denn von DotNetNuke habe ich den Sourcecode. Laß Die Jungens ruhig machen ... :)
Thursday, July 28, 2005 8:38:07 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Liebe Leut, ihr seid ja wie Politiker. ;-)

Klar ist es toll, den Source zu haben. In kleineren Projekten kann man damit eine Menge anstelen, war ja auch meine Aussage am Anfang.

Wie ich geschrieben habe, werden alle Kundenprojekte unabhängig vom System in der Regel dem Kunden in Source Code zur Verfügung gestelt. Er bezahlt ja die Entwicklung, dann kriegt er auch den Code. Sogar Microsoft bietet mit einem kostenfreien Vertrag (Shared Source) den vollständigen Source an. Und man kann es sowieso immer vertraglich regeln.

Die Tatsache mit dem Besitz des Source Code ist aber nicht unbedingt ausschlaggebend. Ob man wirklich bei einem umfangreichen System (z.B. Linux) damit was anfangen kann, ist eine ganz andere Sache. Wieviele kleine Firmen schreiben in der Tat eigene Sicherheitspatches? Die warten auch, dass das Core Team die Patches veröffentlicht.

Daher ist es für den Kunden am Ende fast egal. Ob ein Dienstleister mit Vertrag oder Open Source mit Core Team, er will seine Lösung laufen sehen. Solange es gut läuft, kann es billiger sein, als bei einem Dienstleister. Wenn es aber schief geht, ist der Kunde von der Laune des Core Teams abhängig. Wenn die keine Zeit haben, dann kann es wirklich dauern ... Klar, es kann auch bei einem Dienstleister dauern, nur dann zahlt er. Und das ist mir auch ganz recht so. Daher, mit Open Source fühle ich mich da wohl, wo meine Unterschrift keinen Schadenerstz verursacht. An sonsten ist mir lieber, wenn jemand anders dafür gerade stehen muß. ;-)

Um es nochmal zu betonen, ich bin ja nicht gegen DNN. Ihr habt die Diskussion einfach unfair verlagert ... Ts, ts, ts ...

Ich wollte eigentlich nur sagen, DNN ist kein CMS, weil man kein Content managen kann und keine Workflows enthalten sind, sondern eine nette kleine dynamische Portal-Applikation, weil viele kleine Module vorhanden sind. Allein die Tatsache, dass der Source zur Verfügung steht, macht DNN nicht zum besten System auf dem Markt.
Thomas
Thursday, July 28, 2005 9:43:19 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Gerade habe ich die Diskussion durchgelesen. Ich sehe alles nicht so problematisch, sowohl wir bei Axinom mit AxCMS.net (inkl. unsere Fangemeinde, zugegeben mehr im Enterprise Sektor) als auch Shaun und die ganze Crew mit DNN (inkl. DNN Fangemeinde) versuchen nur unser Bestes um vernünftige Lösungen auf Basis von .NET zu bauen. Und ich glaube, wir tun alle wirklich keinen schlechten Job dabei.

Ich schätze die Arbeit von Shaun und des gesamten Teams sehr. Es ist für uns auch eine Motivation besser zu werden und sich dem Vergleich zu stellen. Es hindert uns auch nichts daran, auf der TechEd in Orlando gemeinsam was trinken zu gehen und Spaß zu haben... Ob eine Lösung besser ist oder nicht, ist rein subjektiv und vom Fall zu Fall unterschiedlich.

Am Ende des Tages sind wir alle einfach Technologie geeks ... .NET verbindet ;-)
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