Tuesday, 08 March 2005

Microsoft bringt .NET ERP-Framework: Microsoft Business Framework

An kaufmännischen Grundlagen wie der Kalkulation und Berechung von Artikelpreisen, der Buchhaltungslogik bei einfacher oder doppelter Buchführung, der Umsatzsteuer-BerechungBestandsführung, Inventur usw. hat sich seit etlichen Jahrzehnten nur wenig geändert. Genaugenommen wurden die Grundzüge der doppelten Buchführung bereits vor über 500 Jahren in Italien "entdeckt" und seitdem nur noch wenig an moderne Gesetzgebung angepaßt. Also macht es auch für Anbieter kaufmännischer Software wenig Sinn, das Rad mehrfach zu erfinden und für jede neue Programm-Generation immer wieder die gleiche Buchhaltungslogik oder Lagerbestandslogik neu zu "erfinden". Heutzutage programmiert ja schließlich auch kein Software-Anbieter mehr einen Texteditor selbst, nur damit die Anwender seiner Software Briefe oder E-Mails schreiben können.

Das ist auch Microsoft aufgefallen. Diese unnütze und zudem noch kosten- und fehlerträchtige Mehrfach-Entwicklung kaufmännischer "Standardfunktionalität" soll Entwicklern von ERP-Software in Zukunft nicht mehr zugemutet werden. Kurzerhand wird diese grundlegende Funktionalität in einer Entwicklung-Library zusammengefaßt. Das "Microsoft Business Framework" ist geboren. Es ist Grundlage für das Projekt .NET ERP, mit dem der bisherige zugekaufte ERP-Software-Bauchladen (Navision, Axapta, XAL, Great Plains usw.) eine gemeinsame Codebasis erhalten soll. Erste offizielle Informationen findet man dazu Ende 2003 in der Computerwoche ... Genannte Summen von 8 Milliarden Dollar (oder bei Bedarf auch mehr), die in den Bereich kaufmännische Software investiert werden sollen, lassen viele Mitbewerber schnell und sehr gründlich erblassen.

Die fanden ihre Fassung (und Gesichtsfarbe) auch erst wieder, als einige Monate später das Projekt MBF (was eng an den Windows-Nachfolger Longhorn gekoppelt ist) auf unbestimmte Zeit verschoben wurde ...

Doch nun gibt es Evolution statt Revolution ... weichen Übergang statt harten Schnitt. Die geplante .NET ERP-Funktionalität wird nun doch schon ab 2006 in ersten Produkten auf den Markt kommen und insbesondere im MS SQL-Server als Business-Intelligence-Framework integriert werden. Ab 2008 wird die gesamte ERP-Funktionalität dann der Entwicklergemeinde im Rahmen des Visual Studio .NET als ERP-Anwendungsbaukasten zur Verfügung stehen. Mehr dazu in einem Artikel von Eberhard Heins in der Computerwoche ...

Der Wettbewerb für Anbieter kaufmännischer Software (ERP-Software) wird nun doch schon früher als befürchtet deutlich härter. Da sich Software-Entwickler aber dann nicht mehr um "Belanglosigkeiten" kümmern müssten, bleibt zu hoffen, dass in Zukunft wesentlich bedienerfreundlichere kaufmännische Anwendungen entstehen. Denn das wäre ja mal eine sinnvolle Alternative zu den jahrelang mit unnützen Features überfrachteten ERP-Dinosauriern der heutigen Generation ...

Michael Gandke 

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